
Mit großer Sorge haben die Mitarbeiter des Hammer Forums in den vergangenen Monaten die Nachrichten aus dem Jemen verfolgt. Sie bangen vor allem um ihre Freunde und Bekannten, um Patienten und ehemalige Patienten der Station des Hammer Forums in Taiz. Seit 1998 betreut das Hammer Forum das Krankenhaus im Jemen. Doch seit dem Beginn der Unruhen war weder eine Hilfseinsatz noch eine Hilfslieferung in den Jemen möglich. In den vergangen zehn Monaten sind in dem Land in Vorderasien mehrere hundert Menschen bei Aufständen und Demonstrationen getötet worden, etliche wurden verletzt. Der letzten drei Hilfseinsätze des Hammer Forums mussten abgesagt werden, da die Situation im Land für eine Reise zu gefährlich war. Deswegen mangelt es in der Stationen in Taiz inzwischen an fast allem, vor allem an Verbandsmaterial und Medikamenten.
Durch den in dieser Woche angekündigten Machtwechsel hofft die internationale Gemeinschaft auf ein Ende der Aufstände. Präsident Saleh hat ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet. Trotzdem gibt es in dem Land noch keine Stabilität: Aktivisten lehnen das Abkommen ab, fünf Demonstranten wurden getötet. Auch der Kampf um die Macht wird anhalten. Das Hammer Forum hofft trotzdem, in absehbarer Zeit wieder zu einem Hilfseinsatz starten zu können. Ein Ärzteteam der Hilfsorganisation will sich im April auf den Weg in den Jemen machen.